Prinzregent Luitpold von Bayern

11. März 2021

Ein besonderer Willkommensgruß aus Edelweiß

 

Luitpold von Bayern wurde am 12. März 1821 als fünftes Kind des Königs Ludwig I. von Bayern und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen in der Würzburger Residenz geboren.
Er pachtete, damals noch Prinz Luitpold, 1850 die Oberstdorfer Gemeindejagd. Der jedes Jahr mehrmals zur Jagd hier weilende Prinz erwarb südlich der Pfarrkirche ein damals frei im Vorderen Ösch gelegenes Grundstück und erbaute 1856 ein Jagdhaus.
Beim großen Brand in Oberstdorf, in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 1865, weilte der Prinz gerade zur Hahnenbalz im Warmatsgundtal. Er spendete sofort aus seiner Privatschatulle 1300 Gulden und stellte sein Jagdhaus für Obdachlose zur Verfügung.
Die bekannte Oberstdorfer Mundartdichterin Inge Weissensteiner hat ihm ein Gedicht, wie folgt, gewidmet:

PRINZREGENT, hoach-gehrta Ma,
mir Obrschdoarfar denket dra,
dass huir dr siebezgschd Joahrtag ischt,
wo vu dear Wealt Du gange bischt.

Du hosch isa Huimat miege,
bischt allad gean b’nies do bliebe,
so wie De z’Minke bisch vrtrunne,
waile hea zum jage kumme.

Des waiss ba no, ’s isch it vrkoalted,
de Jünge heared’s vu de Oalte:
Dr Prinzregent, dea hoacha Hear,
isch uifach, gmui und gnädeg gwea.

It bloass a Denkmoal tuet’n lobe,
odr ’s Revier: ’m Prinzregenteboge.
Des gilt huit no und zellt mea:
Ea isch siner Leabtag a Guettätar gwea.

Uf uiwies kabams no vrgealte:
Fr d’Seal a Vatrunsr beate.

 

Der abgebildete Willkommensgruß ist ein Teil der Exponate, die im Oberstdorfer Heimatmuseum zu besichtigen sind.

Das Museum ist voraussichtlich ab Ende März wieder geöffnet.

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