Peter Weiß wird Ehrenmitglied im Museumsverein Oberstdorf

27. September 2002

Der 2. Vorsitzende, Anton Köcheler übernahm die Aufgabe die Laudatio, wie es sich gehört, im Dialekt zu halten und die Urkunde zu überreichen.

Der Goldschmiedmeister Peter Weiß ist seit 25 Jahren im Verein an führender Stelle aktiv. Eigentlich war der Grund seines Eintritts ein recht trauriger. Als am 10. März 1977 der damalige Museumssprecher, Rektor Josef Rees, plötzlich und überraschend einem Herzinfarkt erlegen war, musste die damalige Museumsgruppe des Trachtenvereins einen neuen Sprecher finden. Da sich aus der Reihe der damaligen Mitglieder keiner fand, der diese Aufgabe übernehmen wollte, ging man auf die Suche. Zuerst wurde ein Kriterienkatalog aufgestellt:

Der neue Sprecher sollte einen „guten Namen“ in Oberstdorf haben, fachlich eine Bereicherung bringen, natürlich gewandt sprechen können und zuletzt auch politischen Einfluss haben. Sehr schnell konnte ein Namen diesen Kriterien zugeordnet werden, es war der Goldschmiedemeister, „Steinespezialist“ und Gemeinderat Peter Weiß. Karl Hofmann wurde ausgewählt um ihm seine neue Aufgabe schmackhaft zu machen. Folgender Auftrag wurde ihm zur Hilfe mitgegeben: „A müeß em halt sage, wie gwenle: Des isch it so beas, as git it viel Arbat, du tätschte i vielem üskenne, und sis no, was ba halt so seidt.“

Wenige Tage später ging schon die erfreuliche Nachricht herum, dass Peter Weiß die Aufgabe mit Freude übernehmen wolle. So sind denn 25 Jahre vergangen, in denen er zuerst Obmann der Museumsgruppe unter dem Trachtenverein war und seit 1993, als sich der Museumsverein selbständig machte, als 1. Vorsitzende agierte. Mit dieser Ehrung soll nicht nur die viele Arbeit über 25 Jahre alleine ausgezeichnet werden, sondern auch das, was dahinter steckt. Mit viel Gespür, Geschick und mit großem Verantwortungsbewusstsein leitete er sein Ehrenamt und hielt die Vorstandschaft, in der viele „Alte“ gingen und „Neue“ dazukamen, über diese lange Zeit zusammen.

Doch trotzdem will sich Peter Weiß noch nicht zur Ruhe setzen, denn eine Aufgabe, die er mit dem Museumspfleger Eugen Thomma und seinem 2. Vorsitzenden Anton Köcheler begonnen hat, die will er noch zu Ende bringen: Im nächsten Jahr soll endlich der geplante An- und Umbau des Museums über die Bühne gehen!

Zurück