Wappen des Marktes Oberstdorf  
Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
87561 Oberstdorf, Oststr. 13 * Telefon: (08322) 5470 / 2226 / 2218 *info@heimatmuseum-oberstdorf.de
 
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Heimatmuseum Oberstdorf: Rundgang durch die Räume

Das Gebäude und seine Geschichte

Der Rundgang durch die Räume beginnt im Erdgeschoss

1.Stube
Diese typische Oberstdorfer Bauernstube ist fast ganz im Original erhalten.

2. Gaden
Im Elternschlafzimmer stehen das Himmelbett (1686), die Wäschetruhe (1689), der Kleiderkasten (1685), die Kinderwiege und das Kin­derbett.

3. Küche
Die offene Feuerstelle des gemauerten Herdes ist ebenso an den Kamin angeschlossen, wie die Feuergrube, über der der Kupferkessel für die Hauskäserei hängt.

4. Webstube
Leinwand und Bändelblachen (Fle­cken­teppiche) wurden auf den Webstühlen hergestellt.

5. Seilerei
Der Seiler stellte aus dem Rohprodukt Hanf Seile her.

6. Landwirtschaft / Alpwirtschaft
Das Modell der alten Sennalpe Dietersbach ist über 20 Jahre alt. Das Heu, das an den steilen Grashängen gemäht wurde, wurde im Winter im sogenannten Heuzug zu Tal gebracht.

7. Musikinstrumente
Die alten Instrumente haben auch schon un­seren Vorfahren einige fröhliche Töne in den rauhen Alltag gebracht.

8. Handwerk / Handel / Nebenerwerb
Das Waag- und Maßrecht lag in Oberstdorf seit der Verleihung des Marktrechtes im Jahre 1495 in Händen der Marktgemeinde. Werkzeuge der Färber, Gerber, Wachszieher und Pechsieder lassen den Beschauer die Mühen dieser früheren Handwerke erahnen.

9. Schratt'sche Schuhsammlung
Hofschuhmachermeister Josef Schratt (geb. 1886) hat den größten Schuh der Welt mit Schuhgröße 480 angefertigt.

10. Bilder

11. Erdgeschichte / Vor- und Frühgeschichte
Hier wird der geologische Aufbau des Allgäuer Hochge­birges deutlich gemacht. Rechts sehen wir Funde aus der Stein­zeit , der Bronzezeit und eine Kuhglocke aus der Römerzeit.

12. Skilauf / Wintersport
Vom selbstgemachten Eschenski bis zum fabrikmäßig hergestellten Schichtenski reicht die Vielfalt der gezeigten ,,Schneeschuhe“.

13. Alpinismus
Reiches Bildmaterial behandelt die Erschließung der Oberstdorfer Berge und deren Ersteigungsgeschichte von der Mitte des vorigen Jahrhunderts an.

OBERGESCHOSS

14. Dichterzimmer
Gertrud von le Fort und Arthur Maximilian Miller lebte bis zu ihrem Tode in Oberstdorf.

15. Kunst
- Maximilian Rueß

16. Kunst
Oberstdorf brachte immer wieder künstlerische Talente von hohem Range, wie J. A. Fischer und die Gebrüder Schraudolph, hervor.

17. Heimatliteratur / Ortsgeschichte

18. Flachsbearbeitung
Flachs, auch Lein genannt, wurde früher in Oberstdorf angebaut und verarbeitet.

19. Feuerlöschgeräte
Am 6. Mai 1865 vernichtete ein Großfeuer in Oberstdorf 146 von 312 Häusern. Erst danach wurde die freiwillige Feuerwehr Oberstdorfs gegründet.

20. Fischerei
Oberstdorfs Seen und Flüsse sind sehr fischreich. Die Geräte und Trophäen der Fischer sind hier ausgestellt.

21. Uhrmacherei
Wir können eine Uhrmacherwerkstätte bewundern.

22. Jagd I
Auf die Bedeutung der Jagd weisen die Trophäen, Waffen, Fallen, Präparate und Gerätschaften hin. Der Stuhl des Prinzregenten Luitpold von Bayern erinnert an die Hofjagden der bayrischen Könige zwischen 1851 und 1918.

23. Jagd II
Eine lebensgroße Büste stellt den „Adlerkönig“ Leo Dorn dar.

24. Jagd III
Weitere Tiere der Alpenregion finden wir rechts in den Glasvitrinen.

25. Trachten
In der Großvitrine sehen wir historische Trachten und Trachtenteile.

26. Volkskunst / Trachten
Insbesondere die lange Winterszeit regte früher die Menschen an, sich gestalterisch zu betätigen.

27. Brauchtum / Kunst
In der Großvitrine sehen wir einen ,,Wilden Klöüs" und ein ,,Wildes Männle". Neben einigen älteren christlichen Skulpturen finden sich hier auch Bilder von Oberstdorfer Malern des 20. Jahrhunderts.

KELLER

Treppenhaus
Im Treppenhaus, das den 1. Stock mit dem Keller verbindet, sehen Sie eine große Anzahl von Schützzenscheiben. Der Schützenverein nimmt seit über hundert Jahren eine wichtige Stellung innerhalb des Ortes ein. Natürlich spiegelt sich in vielen Motiven der ausgestellten Schützenscheiben die Oberstdorfer Heimat wieder.

28. Burgen
Seit 2010 befindet sich Raum 28 unser Burgenraum. Im Mittelpunkt stehen Otto Simbecks Burgenmodelle. Eine große Anzahl von Burgen aus dem oberen Allgäu werden hier ausgestellt.

29. Schindelmacher / Brunnenmacher
Schindeln wurden für Wandverkleidungen für die Dacheindeckungen gebraucht. Die Herstellung der hölzernen Wasserleitung („Deichel") war Arbeit des Brunnenmachers.

30. Enzianbrennerei
Alois („Liese") Blattner war der letzte der alten Oberstdorfer Enzianbrenner.

31.Sonderausstellungen
In diesem Raum werden jedes Jahr neue Sonderausstellungen zusammengestellt.

32. Schmiede- und Schlosserarbeiten
Kunstvoll gearbeitete Türschlösser und Schlüssel, verschiedenartige Hufeisen, Schuhnägel und ein geschmiedetes Grabkreuz geben Zeugnis über die Kunstfertigkeit früherer Schlosser und Schmiede.

33. Drechslerei
Vom Nudelholz bis zum Spinnrad, alles machte der Drechsler.

34. Nagelschmiede
Der Nagelschmied hat alle Sorten von Nägeln Stück für Stück einzeln geschmiedet.

35. Hammerschmiede
Der Hammerschmied fertigte alle eisernen Werkzeuge für den Handwerker und den Bauern.

36. Küferei
Für kaum ein Handwerk gibt es so viele Berufsbezeichnungen wie für ihn: Böttcher, Büttner, Fässler, Fassbinder, Kübler, Schäffler, sind die landsmannschaftlich verschiedenen Bezeichnungen, und damit nicht genug, im Oberallgäu heißt er Küfer.

 

37. Sennküche
In diesem Raum war von 1860 bis 1908 die Dorfsennerei des „oberen Marktes" untergebracht.

ERDGESCHOSS

38. Hausgang

Zusammengestellt von A. Rößle

 
- Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen -