Trotz, oder gerade wegen der Abgeschiedenheit
des Bergdorfes brachte Oberstdorf immer wieder künstlerische
Talente von hohem Range hervor. So gehörte J. A. Fischer
(1814 Oberstdorf - 1859 München) zum Künstlerkreis
um König Ludwig I von Bayern. Eine Reihe seiner im
Nazarenerstil entstandenen Werke wurden im Zweiten
Weltkrieg zerstört (Auer Kirche in München, Nikolaikirche
in Odessa u.a.). Im Auftrag des Königs schuf Fischer
auch die Farbkartons zu den berühmten "Bayern-Fenster"
im Kölner Dom. Ausdrucksvolle Zeichnungen, Skizzenbücher
und (leider nur) fotogr. Repros von Ölbildern Fischers,
dem Ehrenmitglied der kgl. Kunstakademie, finden sich
in der AusstellungBilder der Gebrüder Schraudolph
sind an der gegenüberliegenden Wand des Raumes ausgestellt.
Johannes von Schraudolph (1808 Oberstdorf
- 1879 München) wirkte als Akademieprofessor in München
und wurde vom bayer. König mit bedeutenden Aufgaben
(u.a. Ausmalung des Speyrer Domes und der Residenz
von Athen) betraut. (Für seine Verdienste wurde er
vom König geadelt.) Johannes und sein Bruder Claudius
(1813 Oberstdorf - 1891 Oberstdorf) hinterließen der
Heimatgemeinde und dem Allgäu Altarbilder und Fresken.
Claudius arbeitete mit seinem Bruder Johannes zusammen
an den großen Aufträgen. Der dritte Bruder, Mathias,
wirkte als Frater Lukas im Kloster Metten in Niederbayern,
wo er ebenfalls bedeutende Kunstwerke schuf. An die
1865 abgebrannte Pfarrkirche erinnern der beschädigte
Opferstock (bis 1804 in Loretto) und der Rest des
alten Taufsteins.
Weitere Informationen (extern):
> Johannes von Schraudolph
> Josef Anton Fischer
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Johannes von Schraudolph

Claudius Schraudolph
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