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Für kaum ein Handwerk gibt es so viele
Berufsbezeichnungen wie für ihn: Böttcher, Büttner,
Fäßler, Faßbinder, Kübler, Schäffler, sind die landsmannschaftlich
verschiedenen Bezeichnungen, und damit nicht genug,
im Oberallgäu heißt er Küfer. Die Mehrzahl der größeren
Gefäße war früher aus Holz hergestellt. Die Gerätschaften
der Käserei, Bier- und Weinfässer, ja Fässer aller
Art bis hin zum großen Güllefaß, stellte der Küfer
her. Selbst im Reich der Hausfrau konnte man auf seine
Erzeugnisse wie Krautstande, Surstande, Eimer, Schöpfgefäße
und dergl. nicht verzichten. Die große Fügbank, auf
der die Faßdauben zurechtgefügt wurden; die Schneidbank,
auf der die Dauben und anderes ihre äußere Form erhielten;
der Faßzug, der beim Zusammenbau des Fasses Verwendung
fand; und die vielen verschiedenartig gekrümmten Lehren,
Ziehmesser und Klingen benötigte der Handwerker zur
Ausübung seiner Tätigkeit. Von der Industrie in Massen
hergestellte Metall- und Kunststoffgefäße drängten
auch dieses alte Gewerbe so zurück, daß es heute fast
ausgestorben ist.
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