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Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
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Küferei (Raum 36)

Für kaum ein Handwerk gibt es so viele Berufsbezeichnungen wie für ihn: Böttcher, Büttner, Fäßler, Faßbinder, Kübler, Schäffler, sind die landsmannschaftlich verschiedenen Bezeichnungen, und damit nicht genug, im Oberallgäu heißt er Küfer. Die Mehrzahl der größeren Gefäße war früher aus Holz hergestellt. Die Gerätschaften der Käserei, Bier- und Weinfässer, ja Fässer aller Art bis hin zum großen Güllefaß, stellte der Küfer her. Selbst im Reich der Hausfrau konnte man auf seine Erzeugnisse wie Krautstande, Surstande, Eimer, Schöpfgefäße und dergl. nicht verzichten. Die große Fügbank, auf der die Faßdauben zurechtgefügt wurden; die Schneidbank, auf der die Dauben und anderes ihre äußere Form erhielten; der Faßzug, der beim Zusammenbau des Fasses Verwendung fand; und die vielen verschiedenartig gekrümmten Lehren, Ziehmesser und Klingen benötigte der Handwerker zur Ausübung seiner Tätigkeit. Von der Industrie in Massen hergestellte Metall- und Kunststoffgefäße drängten auch dieses alte Gewerbe so zurück, daß es heute fast ausgestorben ist.

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Küferei
 
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