Die offene Feuerstelle des gemauerten
Herdes ist ebenso an den einst steigbaren Kamin angeschlossen,
wie die Feuergrube, über der der Kupferkessel für
die Hauskäserei am eisernen Galgen hängt. Einfache
Mehl- und Milchspeisen waren die hauptsächlichen Mahlzeiten,
die von der Hausfrau auf offenem Feuer zubereitet
wurden. Der geschmiedete Dreifuß mit aufgesetzter
Pfanne und "Knöpflar" (Spatzensieb) weisen
auf das Allgäuer Nationalgericht, die Kässpatzen,
hin. Die rußigen Mus- und Röstpfannen sind hier an
einem Deckenbalken verwahrt. Je nach Windrichtung
und Sonnenstand wird die Hausfrau sehr oft mit tränenden
Augen die Arbeit in der Küche verrichtet haben, wenn
wieder der Rauch des Herdfeuers den Raum erfüllte.
Die geschwärzte Holzdecke ist der beste Beweis dafür.
Das schöne, geschmackvoll verzierte
Geschirr in der "Schüsselrahm" stellte einst
der Hafner des Dorfes her. Neben dem handwerklich
kunstvoll gearbeiteten "Kuchenkasten" (Anf.
19.Jhrh.) finden wir die Gerätschaften für die Hauskäserei.
Melkeimer, Milchstotzen, Käsmodel, Käspresse, Kästuch
und Schlehfaß (Stoßbutterfaß)
In der gegenüberliegenden Ecke sehen
wir die Eckbank und davor den raumsparenden Klapptisch.
Zuckerhutschaber, Kaffeemühle, Pfannenhölzer und weitere
Küchengeräte vervollständigen "das Reich der
Hausfrau".
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Küche mir offener Feuerstelle

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