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Am 6.Mai 1865 vernichtete ein
Großfeuer in Oberstdorf 146 von 308 Häuser des
Ortes. Rathaus, Schule, Kirche, Pfarrhof, alle
Krämereien, Bäckereien, Metzgereien und Gastwirtschaften
lagen in Schutt und Asche. Es ist daher leicht
verständlich, daß seither dem Brandschutz in
Oberstdorf ein hoher Stellenwert eingerichtet
ist. Der lederne Löscheimer war über Jahrhunderte
wichtigstes Requisit der Brandbekämpfung. Die
Hydronette (kleine Handspritze) war da schon
ein fortschrittliches Instrument. Die ehemals
pferdebespannte "Feuerlöschmaschine"
(Handdruckspritze) aus dem Jahre 1901 vom Ortsteil
Tiefenbach zeigt den Stand der Löschtechnik
von vor rund 100 Jahren auf. Es war ein riesiger
Fortschritt, als in Deutschland und teils in
den Nachbarstaaten die genormten Schlauchdurchmesser
(A, B, C und D) und die Stortz-Schlauchkupplungen
eingeführt wurden. Bis dahin hatte jede Feuerwehr
ihr eigenes Schlauchgewinde.Helme, Uniformen
und persönliche Ausrüstungsstücke des Feuerwehrmannes
zeigen eine gewisse Entwicklung auf. Eigentlich
einen Fremdkörper unter den Feuerlöschgeräten
stellt die Salutkanone (Böllerkanone) mit ihrem
enormen Schalltrichter dar. Aber, sie stand
in fast allen ländlichen Gemeinden im Feuerwehrhaus,
dem "Spritzenstadl".In den Jahren
1999/2000 fand zu diesem Thema auch die Sonderausstellung
"Im
Kampf gegen den Roten Hahn" statt.
Weitere Informationen (extern):
> Der Große Brand - 1865
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