Heimatmuseum Oberstdorf

Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben im Bergdorf Oberstdorf

  

 
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Peter weiß feiert 85. Geburtstag

Standesgemäß feierte Peter Weiß am 24. Juni seinen 85. Geburtstag im eigenen, uralten, liebevoll renovierten Bauernhaus in Tiefenbach. Extra zu diesem  Anlass erschien eine größere Delegation aus der Vorstandschaft des Museums, um seinem Ehrenmitglied und langjährigem Vereinsvorstand zu gratulieren.

Neben einem kleinen Geschenkkorb und einem Blumenstrauß für seine Ehefrau brachten sie eine originelle Geschichte aus einem dicken Buch mit, das die Besitzerin des ehemaligen Kinderheim Ole Hopp in Reichenbach verfasste und in dem diese in einem kleinen Abschnitt blumenreich beschrieb, wie sie den 3-jährigen Peter Weiß aus seinem Elternhaus in der Oststraße zu einem Kindergeburtstag in Reichenbach abholten*. Diese Überraschung kam sehr gut an! Bei einem Gläschen Sekt ließ Peter Weiß und seine Frau Erna nun alte Zeiten wieder auferstehen. Danach machte die Museumsrunde Platz für die nächsten Gratulanten, denn Peter Weiß war in seinem abwechslungsreichen Leben nicht nur im Museum aktiv, sondern engagierte sich u.a. auch im Skiclub und im kommunalen Ehrenamt. Trotzdem betonte er, dass natürlich neben seiner Familie und seinem Beruf als Goldschmied die Zeit im Museum mit die harmonischste war. Wir wünschten ihm zum Abschied noch alles Gute und weiterhin beste Gesundheit im Kreise seine großen Familie.
* Kaleidoskop "Ole Hoop", Eine ungewöhnliche Kindheit unter dem Rubihorn in Kriegs- und Nachkriegszeiten,  Holle-Elke Harms, Borchen 2014

Anmerkung:
Im Jahr 2002 wurde Peter Weiß zum Ehrenmitglied ernannt und anlässlich dieser Ehrung war folgender Artikel auf der Homepge des Museums zu lesen:

Der Goldschmiedmeister Peter Weiß ist seit 25 Jahren im Verein an führender Stelle aktiv. Eigentlich war der Grund seines Eintritts ein recht trauriger. Als am 10. März 1977 der damalige Museumssprecher, Rektor Josef Rees, plötzlich und überraschend einem Herzinfarkt erlegen war, musste die damalige Museumsgruppe des Trachtenvereins einen neuen Sprecher finden. Da sich aus der Reihe der damaligen Mitglieder keiner fand, der diese Aufgabe übernehmen wollte, ging man auf die Suche. Zuerst wurde ein Kriterienkatalog aufgestellt: Der neue Sprecher sollte einen „guten Namen“ in Oberstdorf haben, fachlich eine Bereicherung bringen, natürlich gewandt sprechen können und zuletzt auch politischen Einfluss haben. Sehr schnell konnte ein Namen diesen Kriterien zugeordnet werden, es war der Goldschmiedemeister, „Steinespezialist“ und Gemeinderat Peter Weiß. Karl Hofmann wurde ausgewählt um ihm seine neue Aufgabe schmackhaft zu machen. Folgender Auftrag wurde ihm zur Hilfe mitgegeben: „A müeß em halt sage, wie gwenle: Des isch it so beas, as git it viel Arbat, du tätschte i vielem üskenne, und sis no, was ba halt so seidt.“ Wenige Tage später ging schon die erfreuliche Nachricht herum, dass Peter Weiß die Aufgabe mit Freude übernehmen wolle. So sind denn 25 Jahre vergangen, in denen er zuerst Obmann der Museumsgruppe unter dem Trachtenverein war und seit 1993, als sich der Museumsverein selbständig machte, als 1. Vorsitzende agierte. Mit dieser Ehrung soll nicht nur die viele Arbeit über 25 Jahre alleine ausgezeichnet werden, sondern auch das, was dahinter steckt. Mit viel Gespür, Geschick und mit großem Verantwortungsbewusstsein leitete er sein Ehrenamt und hielt die Vorstandschaft, in der viele „Alte“ gingen und „Neue“ dazukamen, über diese lange Zeit zusammen. Doch trotzdem will sich Peter Weiß noch nicht zur Ruhe setzen, denn eine Aufgabe, die er mit dem Museumspfleger Eugen Thomma und seinem 2. Vorsitzenden Anton Köcheler begonnen hat, die will er noch zu Ende bringen: Im nächsten Jahr soll endlich der geplante An- und Umbau des Museums über die Bühne gehen!

s'Nuischte

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