Heimatmuseum Oberstdorf

Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben im Bergdorf Oberstdorf

  

 
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Wildbachverbauung

Anfang Februar 2010 öffnete die Dauerausstellung "Urgewalt des Wassers - Wildbachverbauung einst und jetzt" für die Öffentlichkeit. 

Sonderausstellung
Seit Anfang Februar 2010 ist die neue Sonderausstellung für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Wasser rauscht, viele Bilder von Oberstdorf und Umgebung und auch Handwerkzeug der Flussbauer sind zu sehen. Ein Teilaspekt widmet sich den Hochwassern der letzte 10 Jahre. Bald wird auch ein großer Fernseher mit verschiedenen interessanten Kurzfilmen installiert sein. Die offizielle Eröffnung erfolgt Ende Februar.
Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet der historische Aspekt der Wildbachverbauung. Nachdem sie bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf den Schultern der kleinen Bergdörfer selbst lag, nahm der Druck der Bevölkerung nach den verheerenden Hochwassern 1899 auf die Regierung in München zu. 1902 wurde per Verordnung des bayerischen Königs die Wildbachverbauung staatlich organisiert und die Sektion Kempten gegründet. Historische Werkzeuge und Bilder aus dem Allgäu stehen deshalb auch im Mittelpunkt.
War man 1902 noch der Meinung, dass die Probleme durch den Ausbau von Wildbächen gelöst werden könnten, muss man jetzt über 100 Jahre später – nicht nur nach den Eindrücken der letzten Hochwasser – erkennen, dass der Schutz vor Wildbachgefahren weiterhin einen wichtige Aufgabe für die Zukunft bleiben wird. Immer wieder müssen wir in unseren Tälern leidvoll erfahren, wie sich aus malerischen Gebirgsbächen, zerstörerische Wasserfluten entwickeln, die in sekundenschnelle Hab und Gut vernichten. Die rasante Entwicklung von Verkehr und Tourismus, sowie die damit verbundene fortschreitende Ausweitung der Siedlungen haben neue Gefahrenbereiche geschaffen. Ein Teil der Ausstellung, insbesondere jedoch Filme und Diaschauen, werden sich dieser Problematik widmen und aufzeigen, wie heute mit modernen Bauweisen und Maschinen versucht wird, die Wildbäche in Zaum zu halten.
Für ihre Planung war federführend das Wasserwirtschaftsamt Kempten zuständig, das auch die Finanzierung zu 100% übernahm. Unser Museumspfleger Fritz Schlachter und Armin Rieg vom Wasserwirtschaftsamt koordinierten die erforderlichen Maßnahmen. Die Flussmeisterstelle in Sonthofen war für den technischen Aufbau zuständig. Da der Aufwand, sowohl an Material als auch finanziell, sehr groß war, wird die Ausstellung für mehrere Jahre zu sehen sein.
Diese Sonderausstellung wird den Besuch unseres Museums sicher nicht nur für Einheimische, sondern auch für unsere Gäste attraktiver gestalten.
Hochwasser
Hochwasser 2005 und andere
Sonderauststellung Wildbach
Werkzeuge der Flussbauer
Sonderauststellung Wildbach Sonderauststellung Wildbach

 

 

s'Nuischte

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