Heimatmuseum Oberstdorf

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Unser Mitgeschöpf, das Tier

Die Sonderausstellung 2002 nahm das Thema "Unser Mitgeschöpf, das Tier" auf.

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Gerade in ländlichen Gebieten gibt es kaum einen Lebensbereich in dem man nicht mit Tieren konfrontiert wird. Bei einer Wanderung in Wald und Flur trifft man auf Reh und Hirsch. Die Vögel zwitschern im Gebüsch ihr Liedchen. Am Abend, wenn die Menschen ihre Behausungen aufsuchen und es in den Hochtälern still wird, trifft man da und dort - wenn sie sich auch nicht "Gute Nacht sagen" - Fuchs und Hase.
Wer mit offenen Augen durchs Gebirge zieht stößt auf Gemsen und Steinwild, hört den schrillen Pfiff des Murmeltieres und sieht den Steinadler am Himmel seine Kreise ziehen.
Wir brauchen den Bereich der Menschen gar nicht verlassen. In Haus und Hof treffen wir doch Rind, Pferd, Schaf, Ziege und Schwein. Meist sind dem Menschen jedoch Hund und Katze näher.

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Aber, nicht nur reale Tiere fesseln unser Interesse. Blicken wir uns doch im Kinderzimmer um: Kuscheltiere in allen Größen und Farben finden wir da und aus dem Märchenbuch schauen uns der Goldesel, der Wolf und die sieben Geislein, die "Bremer Stadtmusikanten" und eine Reihe anderer entgegen. Viele Kinder kennen diese "antiquierten" Märchengestalten kaum mehr. Dafür flimmern für sie Micky-Maus, Donald Duck, Goofy, Tom und Jerry vom Videoband. Doch Kinder lieben Tiere. Welche Aufregung gibt es bei den Kleinen nur, wenn einer ihrer Filmhelden wie Fury, Lassie, Judy, Clarence usw. in Gefahr sind.
Nicht erst die moderne Werbung bedient sich des Tieres. Schon vor Jahrhunderten zierten Löwe, Hirsch, Bär, Gemse, Ochsen, Lamm, Hecht und viele andere Brauerei- und Wirthausschilder. Die LilaKuh, der Bär auf der Milchdose, der Frosch auf der Schuhputzcreme-Tube und der ;
Hirsch auf der Likörflasche sind allerdings Kinder der neueren Zeit.

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Das Tier begegnet uns auf Stadt-, Länder- und auf Herschaftswappen, aber auch in der weltlichen und der religiösen Symbolik. Spricht nicht die Eule für Weisheit, der Fuchs für Schlauheit und der Storch für Fruchtbarkeit? Welche Weihnachtskrippe wird ohne Ochs und Esel dargestellt? Der Osterhase, die Friedens-, und die Pfingsttaube haben ihren Platz.
Wir besingen Fuchs und Has', Reh, Hirsch, Gemse und viele andere im Volkslied. Oder - erfreuen wir uns nicht, wenn wir nach einem langen, kalten Winter das Kinderlied hören "Alle Vögel sind schon da!"?
Mit der Sonderausstellung wollen wir auf die enge Beziehung zwischen Mensch und Tier hinweisen. Das Tier ist aus unserem Leben nicht wegzudenken; es ist unser Mitgeschöpf. 
Wir sollten es deshalb als solches achten und behandeln!

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s'Nuischte

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