Heimatmuseum Oberstdorf

Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben im Bergdorf Oberstdorf

  

 
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Rundgang durch das Oberstdorfer Heimatmuseum

14. Tourismus in Oberstdorf

Der Hausdiener des Grandhotels Luitpold

Im 2014 neu geschaffenen Raum zum Thema "Tourismus in Oberstdorf" werden die Anfänge dieses wichtigsten Wirtschaftszweiges in unserem Ort verdeutlicht.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt der Tourismus in Oberstdorf langsam Fuß zu fassen. Heute ist er der wichtigste Wirtschaftsfaktor unseres Ortes.

Begrüßt werden wir vom Hausdiener des Grandhotels Luitpold, das bis kurz nach dem letzten Weltkrieg statt des Oberstdorf Hauses die Prinzenstraße schmückte. Auf den Wänden zeigen großformatige Poster folgende Szenen aus dem Oberstdorf des späten 19. Jahrhunderts: Leben vor dem Grandhotel Luitpold, Eröffnung des Bahnhofes 1888, eine Bergsteigergruppe und eine Sommerfrischlerin in Biedermeiertracht. Ein paar wenige Utensilien aus der damaligen goldenen Zeit lockern die Ausstellung auf: ein alter Rodel, beladen mit Gepäckstücken eines frühen Wintertouristen, eine „Oberstdorfer Rikscha“ und ein altes Waschlavor (Gästewaschbecken). Eine große Wandvitrine bestückten wir mit originellen und originalen Ausstellungsstücken, wie Postkarten, Gästebüchern, Souvenirs usw. aus unserem Archiv.

Kernstück des Raumes ist ein großer Multimediamonitor mit Touchscreen, auf dem Kurzfilme mit Fotos aus der Frühzeit des Tourismus betrachtet werden können. Zurzeit stehen folgende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:

> Entwicklung des Fremdenverkehrs
> Beginn des Alpinismus
> Verschönerungsverein Oberstdorf
Außerdem ist der aktuelle Imagefilm der Kurverwaltung zu sehen.

An dieser Stelle möchten wir aber auch darauf hinweisen, dass viele weitere Räume unseres Museums direkt mit der Oberstdorfer Tourismusgeschichte verknüpft sind. In den Räumen „Stube“ (Nr. 1), „Gaden“ (Nr. 2) und „Küche“ (Nr. 3) können Sie hautnah erleben, wie die Oberstdorfer Mitte des 19. Jahrhunderts lebten, als der Fremdenverkehr bei uns Fuß fasste. Die Alpwirtschaft (Nr. 6) bereitete dem aufkommenden Alpinismus im wörtlichen Sinne die Wege. Die Jagdleidenschaft des Prinzregenten Luitpold (Nr. 22) ließ ihn zu einem regelmäßigen Gast in unserem Gebirgsdorf werden, was viele hochgestellte Persönlichkeiten zur Nachahmung anregte. Der aufblühende Alpinismus (Nr. 13) selbst war wohl das wichtigste Zugpferd für den neuen Wirtschaftszweig. Der Wintersport (Nr. 12) brachte schließlich auch im Winter zusätzliches Leben in unsere Täler. Dass sich die alten Oberstdorfer gerade zu dieser Aufbruchszeit eine eigene Identität schufen, um sich von den Kurgästen zu unterscheiden, wird im Raum „Trachten“ (Nr. 25) dokumentiert. 

s'Nuischte

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