Heimatmuseum Oberstdorf

Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben im Bergdorf Oberstdorf

  

 
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Rundgang durch das Oberstdorfer Heimatmuseum

03. Küche (Raum 3)

Ursprünglich befand sich die Küche im Flur. Erst um das Jahr 1800 wurde dieser Raum mit dem offenen Herd und dem Kamin angebaut.

Die offene Feuerstelle des gemauerten Herdes ist ebenso an den einst steigbaren Kamin angeschlossen, wie die Feuergrube, über der auf einem Dreifuß gekocht wurde. Der Kupferkessel für die Hauskäserei, der am eisernen Galgen hängt, kann leicht über das Feuer geschwenkt werden. Einfache Mehl- und Milchspeisen waren die hauptsächlichen Mahlzeiten, die von der Hausfrau auf offenem Feuer zubereitet wurden. Der geschmiedete Dreifuß mit aufgesetzter Pfanne und "Knöpflar" (Spatzensieb) weisen auf das Allgäuer Nationalgericht, die Kässpatzen, hin. Die rußigen Mus- und Röstpfannen sind hier an einem Deckenbalken verwahrt. Je nach Windrichtung und Sonnenstand wird die Hausfrau sehr oft mit tränenden Augen die Arbeit in der Küche verrichtet haben, wenn wieder der Rauch des Herdfeuers den Raum erfüllte. Die geschwärzte Holzdecke ist der beste Beweis dafür.

Das schöne, geschmackvoll verzierte Geschirr in der "Schüsselrahm" stellte einst der Hafner des Dorfes her. Neben dem handwerklich kunstvoll gearbeiteten "Kuchenkasten" (Anfang des 19.Jhrh.) finden wir die Gerätschaften für die Hauskäserei: Melkeimer, Milchstotzen, Käsmodel, Käspresse, Kästuch und Schlehfaß (Stoßbutterfaß). 

In der gegenüberliegenden Ecke sehen wir die Eckbank und davor den raumsparenden Klapptisch. Zuckerhutschaber, Kaffeemühle, Pfannenhölzer und weitere Küchengeräte vervollständigen "das Reich der Hausfrau".

s'Nuischte

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