Heimatmuseum Oberstdorf

Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben im Bergdorf Oberstdorf

  

 
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Unser Museumsarchiv

Neuer Tourismusraum im Heimatmuseum

Im März-Heft 2015 des Oberstdorf Magazins erschien dieser Artikel:


03 ostwandObwohl wir dem Thema „Tourismus“ schon in allen Ecken unseres Museums begegnen, fehlte bisher noch ein eigener Platz zu diesem für unseren Ort so wichtigen Thema. Jetzt endlich können wir unseren Besuchern in einem neu gestalteten Raum über die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Oberstdorf Auskunft geben und zeigen diese in vielen Facetten auf.
Begrüßt werden wir vom Hausdiener des Grandhotels Luitpold, das bis kurz nach dem letzten Weltkrieg statt des Oberstdorf Hauses die Prinzenstraße schmückte. Auf den Wänden zeigen großformatige Poster folgende Szenen aus dem Oberstdorf des späten 19. Jahrhunderts: Leben vor dem Grandhotel Luitpold, Eröffnung des Bahnhofes 1888, eine Bergsteigergruppe und eine Sommerfrischlerin in Biedermeiertracht. Ein paar wenige Utensilien aus der damaligen goldenen Zeit lockern die Ausstellung auf: ein alter Rodel, beladen mit Gepäckstücken eines frühen Wintertouristen, eine „Oberstdorfer Rikscha“ und ein altes Waschlavor (Gästewaschbecken). Eine große Wandvitrine bestückten wir mit originellen und originalen Ausstellungsstücken, wie Postkarten, Gästebüchern, Souvenirs usw. aus unserem Archiv. Kernstück des Raumes ist ein großer Multimediamonitor, auf dem Kurzfilme zur "Entwicklung des Fremdenverkehrs", zum "Beginn des Alpinismus", zum "Verschönerungsverein" und ein Imagefilm der Kurverwaltung betrachtet werden können.
Wie oben schon erwähnt, sind jedoch auch viele andere Räume direkt mit der Oberstdorfer Tourismusgeschichte verknüpft. In den Räumen „Stube“ (Nr. 1), „Gaden“ (Nr. 2) und „Küche“ (Nr. 3) können Sie hautnah erleben, wie die Oberstdorfer Mitte des 19. Jahrhunderts lebten, als der Fremdenverkehr bei uns Fuß fasste. Die Alpwirtschaft (Nr. 6) bereitete dem aufkommenden Alpinismus im wörtlichen Sinne die Wege. Die Jagdleidenschaft des Prinzregenten Luitpold (Nr. 22) ließ ihn zu einem regelmäßigen Gast in unserem Gebirgsdorf werden, was viele hochgestellte Persönlichkeiten zur Nachahmung anregte. Der aufblühende Alpinismus (Nr. 13) selbst war wohl das wichtigste Zugpferd für den neuen Wirtschaftszweig. Der Wintersport (Nr. 12) brachte schließlich auch im Winter zusätzliches Leben in unsere Täler. Dass sich die alten Oberstdorfer gerade zu dieser Aufbruchszeit eine eigene Identität schufen, um sich von den Kurgästen zu unterscheiden, wird im Raum „Trachten“ (Nr. 25) dokumentiert.
Wenn Sie also das nächste Mal unser sehenswertes Museum besuchen sollten, dann betrachten Sie die Ausstellung einmal mit den Augen des „Touristen“. Es gibt viel zu entdecken!

s'Nuischte

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