Heimatmuseum Oberstdorf

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Unser Museumsarchiv

Ölgemälde von Martin Kees

Die Übergabe eines Gemäldes der Künstlers Martin Käs war Grund, um einen Artikel für das "Oberstdorf Magazin" zu schreiben.

Museum erhält Ölgemälde des Künstlers Martin Kees
Ende Februar bekamen wir im Museum Besuch vorn Frau Erika Süggeler und Herrn Detlev Theinert. Sie hatten uns schon vorab ein Paket mit einem Bild des Künstlers Martin Kees zugeschickt. Dieses Bild sollte jetzt offiziell dem Museum übergeben werden. Aus diesem Grund waren aus der Vorstandschaft Albert Vogler, Karl Schädler, Fritz Schlachter und Alex Rößle und Ehrenvorstand Eugen Thomma ins Museum gekommen. Bei einem interessanten Gespräch, das natürlich um den Künstler kreiste, wurde die sorgfältig geschreinerte Holzkiste ausgepackt. Frau Süggeler war als Kind im Krieg nach Oberstdorf gekommen und wohnte viele Jahre im Haus des Künstlers in der Gartenstraße. So kommt es nicht von ungefähr, dass sich zwei Kees-Bilder in ihrem Besitz befinden. Eines dieser beiden Gemälde schenkte sie jetzt dem Museum. Natürlich haben wir die Spende gerne angenommen und werden für das Ölgemälde einen würdigen Platz im Museum finden.

Eugen Thomma hat uns dankenswerter Weise die wichtigsten Daten zum Leben und Schaffen Künstler Martin Kees zusammengetragen:

Martin Kees wurde 8. August 1878 in Westendorf, Bezirksamt Kaufbeuren, geboren, wuchs dort in der elterlichen Landwirtschaft auf und erlernte das Malerhandwerk. Das Spiel mit den Farben hatte es dem jungen Mann angetan. Fresken an Häusern bzw. in Kapellen seiner engeren Heimat zeugen davon. Um seinen beliebtesten Motiven, den Bergen, näher zu sein, zog es Martin Kees 1935 nach Oberstdorf. In seiner Wahlheimat entstanden nun eine ganze Reihe von Landschaftsbildern.

Neben der Landschaftmalerei schuf der Künder auch ausdrucksvolle Fresken, die eine ganze Reihe von Häusern in Oberstdorf zierten. An seinem eigenen Haus ist heute noch im Rahmen einer Sonnenuhr das Bild vom Hl. Martinus, der hoch zu Rossseinen Mantel mit dem frierenden Bettler teilt, zu sehen. Die Vielseitigkeit von Martin Kees ist auch dadurch bezeugt, dass er Kunstwerke am Gebäude auch als Sgraffito ausführte. Diese Kunsttechnik erfordert das Auftragen von verschiedenfarbigen Putzschichten übereinander. Durch Auskratzen des Motives aus den verschiedenen Schichten entsteht ein mosaikähnliches Gesamtbild.

So mancher Schütze, der aus Gründen von Jubiläen, Familienfesten oder durch die Erlangung der Königswürde eine Schützenscheibe zu stiften hatte, wandte sich an Martin Kees, der auch immer ein passendes Motiv zu schaffen wusste.

Nach einem erfüllten künstlerischen Leben starb Martin Kees am 10. Dezember 1959 in Oberstdorf. 

s'Nuischte

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