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Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
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Ausbau des Dachgeschosses
Die "Dreckarbeiten" sind beendet (24.12.11)
Seit dem Dienstag, dem 27.12.2011, ist unser Museum wieder geöffnet. Wir nutzten die Schließzeit im November und Dezember 2011, um im Dachgeschoss alle "dreckigen" Arbeiten des Umbaus durchzuführen. Inzwischen sind alle Wände, Balken und Decken herausgerissen und das Dach ist isoliert. Jetzt können die Installationsarbeiten (Elektrik, Fußbodenheizung) beginnen. Unsere Ausstellung ist von den Arbeiten nicht betroffen!
Dachgeschoss am 24.12.11
Dachisolierung wird angebracht (19.12.11)
Nachdem jetzt auch die letzten unnötigen Balken ausgebaut und die maroden ersetzt wurden, begannen letzte Woche die Arbeiten an der Dachisolierung.
Stand 19.12.11
Balken raus! (11.12.11)
Nachdem jetzt auch viele der Balken, die ehemals für die Zwischenwände und für die Zimmerdecken der Wohnungen Verwendung fanden, entfernt wurden, kann man sich den Vortragsraum und auch die Seitenräume schon besser vorstellen.
Umbau 11.12.11
Wände und Decken raus! (2.12.11)
Deutlich aufgeräumter sieht's eine Woche später aus. Jetzt müssen einige unnötige Verstrebungen weichen und sicher ein paar verfaulte Dachsparren ersetzt werden, bevor es weitergehen kann:
Stand 2.12.11
In dieser Woche begannen die Abbrucharbeiten (24.11.11)
Abbrucharbeiten
Planung
Wie unser Vorsitzender Albert Vogler in der Jahresversammlung 2011 ausführte, planen wir einen Teil des Dachgeschosses um- bzw. auszubauen. Hierzu haben wir in den letzten Monaten schon einen großen Teil des Archives in unserem neuen Lager untergebracht und die Gelegenheit genutzt die Archivgegenstände in unsere Kartei aufzunehmen. Hinter dieser Aktion stand die Idee einen Raum zu schaffen, in dem wir einerseits unsere Ausstellung erweitern und andererseits auch kleinere Vorträge und Tagungen abhalten können.
Natürlich nahmen wir deshalb erst einmal Kontakt mit staatlichen Stellen auf, um zu eruieren, ob wir Fördergelder bekommen könnten. Doch stellte sich bald heraus, dass die Anforderungen, die an Fördergelder geknüpft sind, gleichzeitig zu einer Aufblähung der gesamten Maßnahme geführt hätte. So viele Zugeständnisse hätten wir machen müssen, dass uns der Umbau weit teurer gekommen wäre. Für uns war es wieder mal ein Beispiel, dass ehrenamtlich geführte Museen bei den Förderstellen nichts wert sind. Wahrscheinlich kann man damit nicht viel Staat machen! So entschieden wir uns, die Maßnahme in Absprache mit dem Markt eigenverantwortlich durchzuführen.
Unser Vereinsmitglied Mark Horle war dann auf Anfrage schnell bereit, sich erste Gedanken zu diesem Umbau zu machen. Er wollte überprüfen, ob die Maßnahme technisch und finanziell durchführbar sei. Bei seinem Vortrag stellte er fest, dass die Herausnahme der Trennwände keine Problem darstellten und dass der Ausbau selbst mit unseren vorhandenen Rücklagen ausgeführt werden kann.
Wir haben nun, nachdem die Mitglieder in der Generalversammlung zustimmt hat, die weiteren Schritte unternommen. Die Detailplanung ist jetzt durchgeführt, die wichtigsten Aufträge sind in der Zwischenzeit schon vergeben.
Neues BüroDa sich in diesem alten Dachräumen ein Großteil unseres Archives befand, mussten wir dieses erst einmal umziehen. Unter der Leitung unserer Museumspfleger Karl Schädler und Fritz Schlachter wurden die Gegenstände in ein neues Lager, bzw. in die aufgeräumten Räume und Dachabseiten des südlichen Teils des Dachgeschoßes umgeräumt. Dabei nutzen wir die Gelegenheit, auch viele der Archivgegenstände erstmals in unsere Kartei aufzunehmen und das eine oder andere Objekt zu entfernen. Viele Dinge (z.B. identische Ski) waren in mehrfacher Ausfertigung vorhanden. Zuletzt wurde noch das Büro in einen freigeräumten Raum im südlichen Bereich des Dachgeschosses umgezogen (Bild rechts). Dieser war vorher von Matthias Häckelsmiller fachmännisch renoviert worden.
Das Alles musste bis November erledigt sein, denn kaum war das Museum geschlossen, wurde mit dem Abbruch der Zwischenwände begonnen. Im Laufe des Novembers und Dezembers werden jetzt alle Arbeiten durchgeführt, die Schmutz und Krach produzieren, damit zur Wiedereröffnung der Museumsausstellung am 26.12.11 der Besuch unseres Museums nicht beeinträchtigt wird. Wann der Raum selbst dann fertiggestellt und die Ausstellung installiert sein wird, steht leider noch nicht fest. Angedacht ist, die Ausstellung zum Thema „Geschichte des Tourismus“ in diesem neuen Raum zu platzieren.
Beinahe die gesamten Unkosten werden übrigens vom Museumsverein selbst getragen. Natürlich führen wir, so weite es in unseren Kräften steht, eine Reihe von Hilfsarbeiten in Eigenregie durch, um die Kosten zu drücken. Wir würden uns jedoch sehr freuen, wenn Sie uns finanziell unterstützen könnten! Die Gemeinde hat übrigens dankenswerter Weise die Kosten für den Einbau der Gastherme übernommen, denn die Umrüstung von der alten Elektroheizung zu einer Gaszentralheizung wäre so und so in den nächsten Jahren fällig gewesen
Damit Sie sich auch ein Bild machen können, hat mir Marc ein paar seiner Dateien aus dem Vortrag zur Verfügung gestellt, die ich Ihnen hier zeigen darf.

Das Dachgeschoss vor dem Umbau (beige die Räume, die durch die Phase 1 des Umbaus betroffen sind):

Dachgeschoss vor dem Umbau
Das Dachgeschoss, nach der Herausnahme der Trennwände:
Dachgeschoss neu
Der mittlere Bereich (Vortrag) entspricht von der Größe ungefähr dem eines Klassenzimmers und ist auch am Rand (Pfette 3) ca. 2m hoch. Die Flächen bei den Dachgauben könnte man für Ausstellungsflächen verwenden, da sie noch begehbar sind. Bei den weiteren Flächen neben den Dachgauben hat Marc Dioramen vorgeschlagen. Die Heizung soll über eine Fußbodenheizung sichergestellt werden
Anmerkung: Der Umbau im Südteil des Hauses mit der neuen WC-Anlage würde erst später erfolgen.
Schnitt durch das Dachgeschoss bei den beiden Gauben:
Schnitt
... und hier noch ein paar Beispiele, wie so ein Dachgeschossausbau aussehen könnte:
Beispiel Beispiel
Heimatmuseum Oberstdorf - Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen.