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Heimatmuseum Oberstdorf
Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben in Alt-Oberstdorf
  
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Die Vorstandschaft des Museums beim Umzug in Fischen
oder: Was hat der Bär Bruno bzw. der Yeti mit den St. Gallener Mönchen zu tun?
Die Vorstandschaft des Museumsvereins beim Umzug in Fischen
Die Vorstandschaft des Museumsvereins mit Felix G. und Franz Tischer beim Umzug in Fischen
Anlässlich der 1150-Jahrfeier der Gemeinde Fischen beteiligten wir uns mit der gesamten Vorstandschaft am historischen Umzug. Mit von der Partie waren noch einige Ehefrauen, als Bauersfrauen verkleidet, Felix, der unser Täfelchen trug und Franz Titscher mit seinem Esel, der klaglos seine Last während den gesamten Umzug herumschleppte. Wir hatten uns als Thema die Christianisierung ausgesucht. Dabei waren wir schon überrascht, wie wenig die Zuschauer und auch die Ansager am Marktanger mit unserem Bären anfangen konnten. Fragen wie "Isch des der Bruno?" oder "Guck, dr Yeti isch au dabei!" waren an der Tagesordnung. Obwohl jeder Allgäuer, wenn er einen einigermaßen ordentlichen Heimatkundeunterricht genossen hatte, wissen sollte, dass der Heilige Gallus, der Gründer des Klosters St. Gallen, mit einem Bär als Begleiter dargestellt wird.
Auf jeden Fall machte uns allen der Umzug trotz einsetzenden Regens viel Spaß.
Der Bär des Heiligen Magnus
Unser Umzugswagen mit Bäuerin Marianne
Unser Umzugswagen mit Bäuerin Marianne
Unser Esel und die Bäuerinnen Hedwig und Kathrin
Unser Esel und die Bäuerinnen Hedwig und Kathrin
 
Fotos: Agnes Schöll und Sophia Rößle 
Beim Umzug (Foto: Sophia Rößle)
Für "Ungläubige" ein paar Informationen über die Mönche, welche die Bekehrungsarbeit der störrischen Allgäuer übernahmen*:

Der Heilige Gallus
Es soll um 550 in Irland geboren worden sein. Zusammen mit dem Heiligen Columban wurde er zur Missionierung an den Bodensee geschickt. Dort wirkte er als Wandermönch und Missionar. Er gilt als Gründer der Stadt St. Gallen. An seinem angenommenen Todestag, dem 16. Oktober 640, fand früher in Oberstdorf der Gallusmarkt statt.

Der Heilige Magnus
Der Benediktiner Mönch aus St. Gallen wurde vermutlich 699 geboren und kam über Bregenz und Kempten voraussichtlich im Jahr 746 zur Missionierung nach Füssen, wo er nach 26-jährigem Wirken 772 verstarb.

Die Mönche Theodor und Tozzo
Sie sollen zusammen mit Magnus um 740 nach Kempten gekommen sein. Dort fand sie eine verlassene und verödete Stadt vor. Theodor blieb dort, um ein Kirchlein zu bauen und die Heiden zu bekehren. Diese waren ihm aber so feindlich gesinnt, dass er bald nach St. Gallen zurückflüchtete. Tozzo wanderte Mit Magnus weiter in das Ostallgäu.

Die Mönche Perechtgoz und Audogar
Erst im Jahre 747 kamen die Mönche Perechtgoz und Audogar zusammen mit 3 weiteren Mönchen zurück nach Kempten. Sie konnten sich halten und gründen das Kloster Kempten.

* Alle Angaben beruhen auf unbestätigtem Material und sind nicht gesichert. So wissen wir z.B. von St. Magnus nur, dass er als Einsiedler in der Nähe von Füssen gelebt hat und Mitte des 8. Jahrhunderts starb.

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