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Gerade in ländlichen Gebieten gibt
es kaum einen Lebensbereich in dem man nicht mit Tieren
konfrontiert wird. Bei einer Wanderung in Wald und Flur
trifft man auf Reh und Hirsch. Die Vögel zwitschern
im Gebüsch ihr Liedchen. Am Abend, wenn die Menschen
ihre Behausungen aufsuchen und es in den Hochtälern
still wird, trifft man da und dort - wenn sie sich auch
nicht "Gute Nacht sagen" - Fuchs und Hase.
Wer mit offenen Augen durchs Gebirge zieht stößt
auf Gemsen und Steinwild, hört den schrillen Pfiff
des Murmeltieres und sieht den Steinadler am Himmel seine
Kreise ziehen.
Wir brauchen den Bereich der Menschen gar nicht verlassen.
In Haus und Hof treffen wir doch Rind, Pferd, Schaf, Ziege
und Schwein. Meist sind dem Menschen jedoch Hund und Katze
näher.
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Aber, nicht nur reale Tiere
fesseln unser Interesse. Blicken wir uns doch im Kinderzimmer
um: Kuscheltiere in allen Größen und Farben
finden wir da und aus dem Märchenbuch schauen uns
der Goldesel, der Wolf und die sieben Geislein, die "Bremer
Stadtmusikanten" und eine Reihe anderer entgegen.
Viele Kinder kennen diese "antiquierten" Märchengestalten
kaum mehr. Dafür flimmern für sie Micky-Maus,
Donald Duck, Goofy, Tom und Jerry vom Videoband. Doch
Kinder lieben Tiere. Welche Aufregung gibt es bei den
Kleinen nur, wenn einer ihrer Filmhelden wie Fury, Lassie,
Judy, Clarence usw. in Gefahr sind.
Nicht erst die moderne Werbung bedient sich des Tieres.
Schon vor Jahrhunderten zierten Löwe, Hirsch, Bär,
Gemse, Ochsen, Lamm, Hecht und viele andere Brauerei-
und Wirthausschilder. Die LilaKuh, der Bär auf der
Milchdose, der Frosch auf der Schuhputzcreme-Tube und
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Hirsch auf der Likörflasche sind allerdings Kinder
der neueren Zeit.
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Das Tier begegnet uns auf
Stadt-, Länder- und auf Herschaftswappen, aber auch
in der weltlichen und der religiösen Symbolik. Spricht
nicht die Eule für Weisheit, der Fuchs für Schlauheit
und der Storch für Fruchtbarkeit? Welche Weihnachtskrippe
wird ohne Ochs und Esel dargestellt? Der Osterhase, die
Friedens-, und die Pfingsttaube haben ihren Platz.
Wir besingen Fuchs und Has', Reh, Hirsch, Gemse und viele
andere im Volkslied. Oder - erfreuen wir uns nicht, wenn
wir nach einem langen, kalten Winter das Kinderlied hören
"Alle Vögel sind schon da!"?
Mit der Sonderausstellung wollen wir auf die enge Beziehung
zwischen Mensch und Tier hinweisen. Das Tier ist aus unserem
Leben nicht wegzudenken; es ist unser Mitgeschöpf.
Wir sollten es deshalb als solches achten und behandeln!
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