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Presseschau
aus einer Pfälzer Zeitung vom 3.7.08
Rekordschuh kommt ins Museum

HAUENSTEIN:   Geschenk der Firma Marke - Neuer Anbau für 4,20 Meter hohen Treter nötig

Der größte Schuh der Welt kommt ins Deutsche Schuhmuseum Hauenstein. Das sagte Luise Marke, die Seniorchefin der Unternehmens Schuh-Marke, das den Riesenschuh vor zwei Jahren zum Firmenjubiläum gebaut hatte, am Wochenende zu. fetzt überlegt die Museumsleitung, wie das Riesenobjekt adäquat untergebracht werden könnte: Gedacht ist an einen neuen Anbau für das Bauhaus-Gebäude, der den Zugang von innen und die Präsentation nach außen ermöglicht.

Bereits bei der Einweihung des gläsernen Aufzugs am Museum hatte Luise Marke eine baldige Übergabe des Riesenschuhs in Aussicht gestellt. „Wir sind gemeinsam zu der Überzeugung gekommen, dass der Weltrekordschuh im Schuhmuseum seinen idealen Platz hat", sagte sie.

Museumsleiter Willy Schächter zeigte sich hocherfreut und dankte der Schuh-Marke für di^ museale Bereicherung seiner Einrichtung. Nun müsse der beste Platz für das neue Exponat gefunden werden.

Größter Schuh 2006 von Lowa
Der größte Schuh der Weit, der im Jahr 2006 fertiggestellt wurde, soll künftig im Deutschen Schuhmuseum Hauenstein ausgestellt werden. — FOTO: W. SCHÄCHTER ("Deutsches Schuhmuseum Hauenstein")
Der Weltrekordschuh soll nach den Vorstellungen von Luise Marke sowohl als Attraktion fürs Museum dienen, als auch - ähnlich wie die rollende Schuhfabrik - für mobile Präsentations-Touren. Dies könnte zum ersten Mal der Fall sein, wenn das Museum am kommenden Sonntag zusammen mit der RHEINPFALZ zum Familientag einlädt.
Aber wo ist der beste Platz für den Riesenschuh? Im Museumsgebäude selbst kann er wegen seiner Größe kaum untergebracht werden. Den Ein­gangsbereich ziert ja bereits die große Dampfmaschine. Benötigt wird eine Raumhöhe von mindestens fünf Metern, außerdem soll der Schuh, der auf einem Anhänger steht, auch hin und wieder auf Reise geschickt werden können, muss also leicht aus dem Gebäude zu rollen sein. Und, das ist Schlichter und seinem Stellvertreter Gerhard Winter ganz wichtig, das neue Objekt muss in die Museumsdidaktik eingepasst werden. Deshalb sei der Schuh in den Rundgang einzufügen; durch ein noch in die Wand zu brechendes Tor könnte der Besucher in den Anbau gelangen und den Schuh „begehen". Von außen soll nur bei bestimmten Anlässen ein vollständiger Blick auf die neue Attraktion möglich sein.
Architekt Gerhard Lauerbach aus Hauenstein soll nun einen Plan anfertigen, der einen etwa sechs mal zehn Meter großen und sechs Meter hohen Anbau mit flach geneigtem Dach im Bereich der alten Aufzugsrampe vor­sieht (ganz hinten auf der rechten Seite des Gebäudes). Der Stil soll sich am gläsernen Aufzug orientieren und das Bauhaus-Gebäude aufwerten, sagte Schächter. Die Bauabteilung der Verbandsgemeinde sei schon eingeschaltet. Er hält eine Bezuschussung wie beim gläsernen Aufzug, also von 80 Prozent der Kosten „im mittleren fünfstelligen Bereich", für durchaus möglich, kündigte aber an, dass die Museumsstiftung „alles nur machen wird, wenn es ohne eine Kreditaufnahme geht". Die endgültige Entscheidung über einen Anbau trifft der Stiftungsrat im September oder Oktober.
Im Herbst 2006 hatte die Firma Schuh-Marke Jubiläum gefeiert, Höhepunkt war die Enthüllung des größten Schuhs der Welt gewesen. Der riesige Wanderschuh wurde von der Deutschen Schuhkönigin Verena I. enthüllt. „Und so steht er da", schrieb die RHEINPFALZ damals, „rehbraunes Nubuk-Rindsleder, schwarze Applikationen, schwarze Seile als Schnürsenkel, handgefertigte Agraffen, aus Segmenten zusammengesetzte Sohle, 1500 Kilogramm schwer, stolze 741 Zentimeter lang, 220 Zentimeter breit und 420 Zentimeter hoch - das ist der größte Schuh der Welt..."

Gewürdigt wurde auch die Leistung des Projektleiters Arthur. Leidner. Er war es, der die Idee der Firma Marke zusammen mit seinen Helfern Christian Lackmann und Peter Brechtel umsetzte und den Weltrekord-Schuh in monatelanger Arbeit kunstvoll und fachmännisch auf die Laufsohle brachte, wie Bodo Marke damals anerkennend sagte, (ow/ys)

Daten und Fakten des größten Schuhs

Vorbild

Lowa Modell „Renegade“

Schuhgröße

1071 (europäische Größe)

Abmessung (L/B/H)

7,14 Meter / 2,50 Meter / 4,20 Meter

Gesamtgewicht

ca. 1500 kg

Lederart

Rindsleder in Nubukausführung

Ledergröße

ca. 90m² (15 Häute)

Ledergewicht

ca. 300 kg

Sonstiges Material

Komplette Fütterung mit atmungsaktiver Gore Tex (ca. 70m“)

Rauminhalte

ca. 45 m³

Länge des Schnürsenkels

ca. 35

Sohlenmaterial

EVA-Material

Nähfaden

1350 m (Polyamid)

Oberer Kantenabschluss

Textiles Material mit Gore Tex

Lasche

Schaumstoff (70 qm)

 

 

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